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Urlaubsschäden


Es ist ein Irrglaube, dass jede aufgrund eines Unfalls nicht antrettbare Urlaubsreise als Schaden vom Unfallgegner ersetzt werden muss. Wenn Sie durch einen Unfall Ihren in der Zukunft liegenden Urlaub nicht antreten können, können Sie nicht (wie beispielsweise im Reisevertragsrecht) die Kosten des Urlaubes vom Unfallgegner zurückverlangen. Bei den Urlaubskosten handelt es sich um „frustrierte Aufwendungen“. So entschied beispielsweise das LG Bremen (Az.: 7 O 1759/12), dass bereits gezahlte Urlaubspläne nicht ersetzt werden müssen. Ereignet sich der Unfall auf dem Weg zum Flughafen, kann zwar ein Anspruch auf Ersatz für Fahralternativskosten (s.u. Fahrtkosten) wie einem Bahnticket entstehen, jedoch muss der Unfallgegner keinen Ersatz für verpasste Flüge zahlen. (LG Arnsberg; AZ: 5 S 101/05) Ein Schadensersatzanspruch kann hinsichtlich der Kosten für einen angemieteten Ersatzwagen (s. u. Mietwagen) bestehen, wenn mit diesem dann eine Urlaubsreise bestritten wird. Die entgangenen Urlaubsfreuden sind zwar keine eigene schadensrechtliche Position bei einem Verkehrsunfall, können aber Schmerzensgelderhöhend wirken. (s.u. Schmerzensgeld)

Schmerzensgeld


Unter Schmerzensgeld versteht man grundsätzlich Zahlungen, die immaterielle Schäden ausgleichen sollen. Immaterielle Schäden sind solche Schäden, die nicht durch eine Reparatur oder Ersatzbeschaffung wieder beseitigt werden können. Vielmehr soll zum Beispiel nach einem Unfall ein Betrag gezahlt werden, welcher die Schmerzen und anderen Unannehmlichkeiten nach einem Unfall ausgleichen soll. Man spricht hierbei von einer „Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion.“ Die Berechnung eines Schmerzensgeldes ist kompliziert: Die Anspruchshöhe kann nicht mathematisch berechnet werden, sondern ist von vielen individuellen Faktoren wie Schwere der Verletzungen Umfang und Dauer der Heilbehandlung Dauerschäden und Entstellungen Alter des Geschädigten … abhängig. Eine erste Orientierung der Höhe des Schmerzensgeldes bietet die Schmerzensgeldtabelle, in der Schmerzensgeld-Urteile in verschiedenen Fällen gesammelt werden.


Haushaltsführung


Nach einem Unfall kann es sein, dass Sie aufgrund der Verletzungen den eigenen Haushalt nicht mehr in dem Maß pflegen und führen können, wie sie zuvor hauswirtschaftliche Aufgaben wahrgenommen haben. In solchen Fällen kann ein Schadensersatzanspruch nach § 843 Abs. 1 BGB entstehen. Hierbei müssen dann Kosten für die Einstellung einer Haushaltskraft oder einer „fiktiven Haushaltsführung“ ersetzt werden. Der fiktive Haushaltsführungsschaden ist in der Praxis häufig nur schwer bzw. aufwändig nachzuweisen.

Heilbehandlung


Für alle Krankenversicherten gilt, dass die Kosten für eine Behandlung grundsätzlich durch die eigene Krankenversicherung gezahlt werden, welche dann einen Anspruch gegen den Schädiger hat (§ 116 SGB X). Daneben können jedoch auch Ansprüche auf Leistungen bestehen, die nicht innerhalb des Leistungskatalogs der Versicherung angeführt werden. Hierzu kann beispielsweise die Behandlung durch einen Heilpraktiker zählen, wenn dieser staatlich anerkannt ist und eine Chance auf Linderung oder Heilung durch diesen besteht. (LG München, Az: 5 O 1837/09) Auch Zuzahlungen, Eigenbeteiligungen oder Rezeptkosten sind erstattungsfähig. Voraussetzung – wie bei nahezu jedem anderen Anspruch auch: Sie haben einen Beleg, dem sich der Zahlungsbetrag entnehmen lässt.

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